Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

Ab Januar 2011 tritt, so er denn verabschiedet wird, der aktualisierte Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) in kraft. Auslöser für meine Verwunderung darüber ist die Tatsache dass dadurch jeder, der Inhalte im Internet anbietet, verpflichtet ist diese bezüglich der Altersfreigabe zu überprüfen und zu bewerten. Über das wie und warum gibt’s gleich noch nen Link.

Das ist bei meinem kleinen Blog nicht wirklich tragisch da ich alleine die Kontrolle darüber habe was veröffentlicht wird. Anders sieht es aber z.B. bei Foren aus. In den allermeisten Foren wird der einzelne Beitrag nicht vor Veröffentlichung überprüft und genau das ist dann wohl nicht mehr möglich. Entweder der Betreiber stellt sicher dass keine nicht jugendfreien Inhalte veröffentlicht werden oder er gibt der Seite pauschal ne Freigabe ab 18. Beides ist für viele, vor allem nicht kommerziell geführte, Foren nicht wirklich praktikabel.

Aber genug gemutmaßt, hier zwei sehr empfehlenswerte Links zu dem Thema:

Piratenwiki/JMStV

Wie der JMStV Kindern schadet

17 Fragen zum neuen JMStV

Man kann wirklich nur hoffen dass dieser Wahnsinn noch rechtzeitig gestoppt wird. Sieht wohl sonst nicht so wirklich gut aus für den Internetstandort Deutschland.

  1. Habe ich an einer Stelle richtig gelesen, daß “ausländische” und andere ungekennzeichnete Seiten als “über18″ defaultmäßig eingestuft werden? Dann wäre ja wieder alles einfach: Nix machen und nur die Kinder besorgter Eltern sehen die Seiten nicht. Alle anderen dürfen gucken und man kann sich drauf rausreden, daß die Seite ja eh ab 18 wäre und deshalb nicht als kindertauglich gekennzeichnet ist.

    Tststs, nicht von den Eltern (oder der Regierung) freigegebene Seiten automatisch sperren, davon träumen die Chinesen doch…

  2. chris sagt:

    Naja entweder nen “Adultcheck” oder eine von diesen Systemen erkennbare Kennzeichnung. Klar liegts dann wieder bei den Eltern ob die so n Tool nutzen aber durch so Sachen wie “Tatort Internet” wird ihnen schon eingeredet dass sie das sollen. Bloß nicht mit dem auseinandersetzen was das Kind da im Netz macht, lieber alles wegsperren. Könnte man ja plötzlich dem Kind erklären müssen was Titten sind oder so und wer will schon ernsthaft sein Kind auf das Leben vorbereiten?

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